Lächelnde Patientin mit Apfel als Symbol für Zahngesundheit und Prophylaxe
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Keine routinemäßigen Vitamin-D-Tests vor Implantationen

Ein Vitamin-D-Mangel kann den Erfolg von Implantation und Knochenaufbau negativ beeinflussen.  Beobachtet werden u. a. verzögerter Knochenaufbau, reduzierte Implantatstabilität und erhöhte Neigung zu periimplantären Infektionen. Trotzdem rechtfertigt die aktuelle Evidenzlage keine routinemäßige, ungezielte Bestimmung oder Verordnung von Vitamin D bei Patientinnen und Patienten vor, während oder nach Implantation, Augmentation oder Periimplantitistherapie.

 

Empfohlenes Vorgehen

Eine gezielte Diagnostik kann im Einzelfall sinnvoll sein: bei vermutetem oder bekanntem Mangel, bei unklaren Implantat-Frühverlusten oder wiederkehrenden periimplantären Infektionen.

Bestätigt sich ein Mangel, kann eine gezielte präoperative Vitamin-D-Nahrungsergänzung erwogen werden.

Offene Forschungsfragen bleiben u. a.: Dauer/Schweregrad des Mangels vor Implantation, Effekt von Spiegelschwankungen auf die Osseointegration, Folgen einer Überdosierung für den Kieferknochenstoffwechsel.

 

Hintergrund

Erarbeitet wurde die Leitlinie unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Implantologie (DGI) und der DGZMK, unter Beteiligung von insgesamt 23 Fachgesellschaften, Organisationen und Patientengruppen.

 

Literaturangabe

DGI, DGZMK (Federführung): Relevanz der Vitamin D-Bestimmung und -Supplementierung auf die Implantatprognose und Augmentationschirurgie. S3-Leitlinie, AWMF-Registernummer 083-055, Version 1.0, Stand 15.08.2025, gültig bis 14.08.2030. Verfügbar unter: https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/083-055